Was haben alte Seelen mit der Rettung des Planeten Erde zu tun ...

Es gibt in diesen Tagen – es geht auf Weihnachten zu und der 21.12. 2012 ist nahe - wieder viele, die verzweifelt sind, über die Zustände auf der Erde: Hunger und Elend, Krieg und Missgunst, Ungleichheit und Ungerechtigkeit ganz zu schweigen von Umweltkatastrophe, Klimawandel und Finanzkrise.

 

Das Negative wird uns von allen Seiten ins Bewusstsein „gedrückt“, man erwartet Stellungnahmen und Beteiligung, entweder indem man Petitionen unterschreiben, Geld spenden oder an Aktionen und Veranstaltungen teilnehmen soll. Man müsse doch etwas tun, so könne es doch nicht weiter gehen.

 

Es wird aber gleichzeitig – besonders in esoterisch spirituellen Quellen – die Hoffnung geäußert, dass eine große Wende ansteht, dass die Menschheit in andere Dimensionen aufsteigen wird, dass ein Retter erscheinen wird, ein zweiter Jesus, vielleicht sogar, dass die Außerirdischen uns mitnehmen auf ihren Planeten, wo alles besser ist. Auf der nachwachsenden Generation ruht die Hoffnung ebenfalls, da gibt es die so genannten Indigo- oder Kristallkinder, deren DNS angeblich schon dem neuen Zeitalter entspricht.

 

Der 21.12.2012 ist ein Datum, an dem sich sowohl Angst als auch Hoffnung bei vielen festmacht.

 

Es ist viel Aufregung, Betroffenheit, Eifer, Leidenschaft und sogar Panik im Spiel. Allerdings wird ein Gutteil davon geschürt durch vermeintliche Botschaften von okkulten Meistern oder Heilsbringern. Mit Panikmache kann man Geld verdienen, das war schon immer so. Hier wird Gutgläubigkeit, oder besser blinder Glaube, ausgenutzt, zum Nachteil der Anhänger und Gläubigen.

 

Wesentlich beteiligt sind heute auch die Medien, die mit dem offensichtlichem Ziel, Angst zu erzeugen, so versuchen, Menschen zu beeinflussen. Nachrichten sind heute keine objektive Berichterstattung, sondern nur Meinungsmache, von denen, die dafür bezahlen und davon profitieren. Werbung und Inhalte verschmelzen, hinter allem ist die tendenziöse Absicht erkennbar - wenn man dahinter schaut.

 

Viele Menschen lassen sich davon beeindrucken, sie fühlen sich allein überfordert und suchen nach Mitstreitern, entweder um gegen etwas zu kämpfen, um Unterstützung „im Glauben“ zu finden oder um allem zu entfliehen, wohin auch immer, nur weg hier. Das Internet ist voll von selbsternannten Gurus und Verkündern von Botschaften der aufgestiegenen Meister, die - gegen eine kleine Gebühr - Rettung versprechen. Man denke an die Legende vom Rattenfänger.

 

Als alte Seele fühle ich mich da manchmal hin- und her gerissen, zwischen Amüsement und Unverständnis . Zugegeben, manchmal kommt sogar etwas Mitleid auf, ich versuche jedoch, es auf Anteilnahme zu beschränken, weil ich keinen Sinn im Mit-Leiden sehe.

 

Denn aus den Michael Teachings habe ich etwas gelernt:

 

Die Erfahrung zu machen, in einem Körper dieses Leben zu leben, das wir uns selbst ausgesucht haben, ist die große Überschrift auf unserer „to do-Liste“ für diese Inkarnation. Wir sind nicht allein unterwegs, das macht es manchmal nicht einfacher, im allgemeinen ist es aber beruhigend zu wissen, dass alles was geschieht auf dem Zusammenspiel der Energien beruht, die einmal Eins waren, eigentlich immer noch Eins sind und nur in unserem eingeschränkten Bewusstsein getrennt zu sein scheinen.

 

Wir alle sind hier um zu lernen, Entscheidungen zu treffen und zu erfahren, dass jede Entscheidung mit Konsequenzen verbunden ist. Das betrifft zunächst mal unseren ganz persönlichen „Haushalt“, für den jeder Haushälter allein die Verantwortung trägt. Wenn ich nicht im Müll leben will, muss ich mich selbst drum kümmern, egal woher der Müll stammt. Das „mit dem Finger auf die anderen zeigen“ ist beliebt, einfach und trotzdem erfolglos. Wir können niemanden ändern, nur uns selbst. Niemand muss Energie verschwenden, nur weil es der Nachbar auch tut. Niemand muss Produkte kaufen, nur weil sie im Moment im Trend sind. Niemand muss etwas tun, von dem er im Inneren überzeugt ist, dass es falsch ist, nur weil alle anderen es auch tun. Jede in diesem Sinne richtige Entscheidung führt zu gewollten Konsequenzen, manchmal allerdings erst auf lange Sicht.

 

Der Ruf nach einem Retter, einem Meister oder einem Führer, der alles für uns richtet, entstammt ebenfalls der Illusion, dass die Lösung für alle Probleme im Außen liegt.

 

Sowohl die Angst, als auch die Hoffnung bezüglich der Zukunft ist typisch für Menschen, die übersehen, dass nur im Hier und Jetzt etwas entschieden werden kann, dass jeder für sich selbst entscheidet und dass jeder Eingriff in diese Entscheidungsfreiheit Karma auslöst. Freiwilliges, gemeinsames Handeln, ohne Gruppendruck, nicht nur mit der Motivation, dazugehören zu wollen ist ein Phänomen, das aus dieser Selbstbestimmtheit erwächst. Es kann förderlich sein, wenn dadurch niemand unterdrückt wird.

 

Global gesehen - eigentlich sogar universell - ist nichts so beständig wie der Wandel. Die Bevölkerung unseres Planeten befindet sich seit einiger Zeit im Übergang von der jungen Seele zur erwachsenen Seele. Der Weg erscheint oft uneben zu sein und in vielen Biegungen und Sackgassen zu verlaufen. Weil die Menschheit nicht homogen ist, entstehen Spannungen zwischen den verschiedenen Kulturen und auch zwischen einzelnen Menschen und Menschengruppen, deren seelische Entwicklung unterschiedlich weit fortgeschritten ist.

 

Junge Seelen sehen andere nur als Konkurrenten, sie belächeln den Altruismus älterer Seelen, sie sind eben in einer anderen Phase der Entwicklung. Im Zweifel nehmen sie weder die erwachsenen noch die alten Seelen für voll, weil alle ernstzunehmenden „Gegner“ junge Seelen sind, wie sie selbst.

 

Erwachsene Seelen hadern mit den jungen Seelen, die in ihren Augen so alles falsch machen, wenn sie nur auf ihren persönlichen Vorteil schauen und nicht die Verantwortung für die Gemeinschaft anerkennen. Die alten Seelen verurteilen sie als Sonderlinge, die sich um nichts kümmern und nur „ihren eigenen Streifen“ durchziehen. Sie werden eventuell sogar als gefühllos empfunden.

 

Alte Seelen sehen das größere Bild und die übergreifenden Zusammenhänge, dass alles notwendig und richtig ist, weil nur durch Kontrast Erkenntnisse möglich werden. Sie verstehen nicht die Dramatik und den Aktionismus der erwachsenen Seelen, die gerade für sich den Gemeinsinn entdecken und genauso wenig die Anstrengungen, die Rücksichtslosigkeit und Opferbereitschaft der jungen Seelen, die auf Freude verzichten, den eigenen Freund „übers Ohr hauen“ und ihre eigene Mutter verkaufen würden, wenn es denn dem Erfolg dient, den man haben muss, aber nicht genießen darf.

 

Auch wenn diese Unterscheidung sehr pauschal ist, so gilt doch, jeder hat nur eine andere Perspektive und jede Perspektive hat ihre Berechtigung. Es gibt viele Wege, ein Leben zu leben und jeder Mensch wird sich so verhalten, wie es der Entwicklung seiner Seele entspricht und zu den Lektionen passt, die sich diese vorgenommen hat.

 

Solange der Übergang zu einer erwachsenen Weltsicht auch dauern wird – wahrscheinlich noch einige Generationen – es gibt keinen Zweifel daran, dass die Energie der erwachsenen Seelen zunehmend die Gesellschaft durchdringt. Es wird für allen Beteiligten Ungewohntes und Unbequemlichkeiten mit sich bringen und besonders für die alten Seelen wird es eine schwierige Zeit, während der Umwälzungen, die um sie herum stattfinden, ihre Ausgeglichenheit zu bewahren und nicht vom Strudel der Veränderungen mitgerissen zu werden..

 

Meiner Meinung nach hat jedoch keine alte Seele dabei irgendwas Spezielles zu „tun“. Es geht für sie mehr um "Sein". Sie sind Bestandteil des Ganzen und tragen mit ihrer Energie des „leben und leben lassen“ dazu bei. Sonst ist nichts für sie vorgesehen und es ist nicht nötig, sich in irgendeiner Form vorzubereiten.

 

Alte Seelen sind im Allgemeinen nicht geeignet, Menschenmassen zu mobilisieren. Revolutionsgeist und Kampf haben sie in vielen Leben in allen Facetten erfahren. Sie sind darüber hinaus, sie haben gelernt, gewaltsamer Umbruch ist nicht von Dauer. Diese Erfahrung entspricht daher auch nicht mehr ihren Bedürfnissen. Sie überlassen das deshalb gern den jungen und erwachsenen Seelen, die diese Erfahrung noch brauchen und jetzt die Majorität in der Erdbevölkerung haben.

 

Diese haben im Moment den größten Einfluss auf die Entwicklung. Einige davon zeigen geradezu eine Kreuzzugsmentalität und sehen ihre Bestimmung in der Aufgabe, die Welt retten zu müssen. Es geht aber nicht um einen Rettungsakt, sondern ausschließlich um Entwicklung und da hat jeder sein eigenes Tempo. Ungeduld ist immer schädlich, durch Zwang bewirkt man keine Einsichten, er führt nur zur Flucht in den Untergrund.


Der Anteil der alten Seelen ist selbst in Regionen mit höherer Dichte höchstens 10%, im Allgemeinen aber deutlich geringer. Auch wenn im Moment mehr alte Seelen inkarnieren, weil sie in dieser interessanten Zeit dabei sein möchten, so ist ihr Einfluss auf die Entwicklung keinesfalls dominant, sie können nur unterstützen.

 

Diese Unterstützung kann durch eigenes bewusstes Entscheiden, durch vorbildliches Handeln, durch Ausgleich und Dämpfung von Extremen, und durch Lehren, ohne jedoch einzugreifen, erfolgen: Mehr Sein und weniger Tun.

 

Wir wissen, nur wir selbst sind für unsere eigenen Entscheidungen verantwortlich, niemand sonst. Nur wir entscheiden darüber, wie wir unser Leben führen wollen, wer oder was dazu gehören soll und wie wir die Erfahrungen in der physischen Existenz bewältigen. Bei jedem, der da kommt und für uns bestimmen möchte, was wir denken, fühlen und tun sollen, ist Aufmerksamkeit angebracht, um herauszufinden, inwieweit dabei Fantasien und Trugbilder im Spiel sind und dann entsprechend über unsere geeignete Reaktion zu entscheiden.

 

Nach allem, was wir über Selbstbestimmung und Selbstverantwortung wissen, kann es nicht Teil des Plans sein, dass eine kleine Gruppe von Menschen oder gar ein Einzelner den Auftrag hat, in die Entscheidungen vom Rest der Menschheit einzugreifen.

 

Wer auf einen Retter wartet, verzichtet auf Selbstbestimmung. Wer sich als Retter anbietet, hat mit Sicherheit nur eigene Interessen im Sinn.

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Kommentare: 2
  • #1

    Klaus (Montag, 17 Dezember 2012 03:41)

    Die Seite gefällt mir sehr, wirklich toll, macht weiter so.

  • #2

    Dariusz Suliga (Freitag, 26 Juli 2013 22:44)

    Wir Menschen sehen unsere Leben falsch.
    Wir sind nicht ein Mensch mit ene Seele, sondern eine Seele, die eine Erfahrung auf der Erde in Menschliechen Körper macht.
    Damit das für uns kein Albtraum wird, müssen wir unsere Seelenauftrag kennenlernen.
    Ich suche jemanden, der mir das sagen/zeigen kann.
    Ich freue mich auf Eure Unterstützung.

[scan] www.seele-verstehen.de

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