Das Gesetz der Anziehung,

wie wirkt es sich auf unser Leben aus ...

Das Gesetz der Anziehung ist häufig ein grob missverstandenes Konzept.

 

Erstens, es ist leider nicht so, als ob man allein durch Willensstärke etwas von außerhalb in sein Leben ziehen kann. 

 

Zweitens, dass alles, was sein kann, schon existiert und man es nur, allein durch seinen Fokus darauf, auswählen, zulassen und erlauben muss, um es zur Realität werden zu lassen, ist allenfalls nur ein Teil der Wahrheit.

 

Beides wird von verschiedenen, angeblich spirituellen Lehrern behauptet.
 
Wir treffen permanent Entscheidungen. Es werden aber nicht nur für und durch unser Handeln Entscheidungen getroffen, auch die Art unserer Gedanken unterliegt einer Entscheidung, oft allerdings unbewusst. Es ist im Kern immer die Entscheidung zwischen Liebe und Angst auch wenn uns das vordergründig nicht bewusst ist. Die Angst versteht es gut, sich zu "tarnen".
 
Ein weiteres Missverständnis entsteht dadurch, was uns einige Berater und Verkünder des sogenannten „Geheimnisses“ (The Secret), wie das Gesetz auch oft von ihnen genannt wird, durch ihr egozentrisches und oberflächliches Verhalten vorleben. Sie benutzen das Gesetz der Anziehung, um ihr persönliches Ego zufrieden zu stellen. Sie haben große wunderschöne Häuser, tolle Autos, werden bewundert und schwimmen im Geld. Ihre zahlenden Kunden und Anhänger glauben, dass sie gleiches erreichen werden, wenn sie nur den Anleitungen, die man ihnen gibt, folgen. Was sie oft nicht durchschauen, es ist das Geld ihrer gutgläubigen Kunden, das ihnen den Wohlstand beschert hat.
 

Das kann dennoch funktionieren - sonst hätte diese Art von spirituellen Lehrern nicht soviel Zulauf - weil auch Gedanken, die vom Ego stammen, Gedanken sind. Es ist nur extrem schwierig, seine Gedanken immer unter Kontrolle zu haben, zumal es eine wesentliche Eigenschaft des Egos ist, seine Meinung häufig zu wechseln. Viele Menschen sind enttäuscht, weil sie selbst genau diese Erfahrung machen und zweifeln dann am Gesetz der Anziehung. Diese Zweifel werden dann als Ursache für das Scheitern genannt, ein System, das dem Lehrer immer Recht gibt. Deshalb ist es - zumindest für den Lehrer - so erfolgreich.

 

Mit Willensstärke, etwas mit aller Kraft Wirklichkeit werden lassen, mit Fokus und Zielorientierung lässt sich viel erreichen, genauso wie auch mit Ausdauer und beständiger, harter Arbeit. Beständig gegen alle Widrigkeiten zu arbeiten erfordert aber viel Kraft und Energie, die dann an anderer Stelle fehlt. Meist ist es dann die Lebensfreude, die durch mangelnde Selbstliebe verloren geht.

 

Viele Menschen kleiden sich für ihr Image in teure Markenklamotten, fahren täglich im Berufsverkehr in ihren teuren Autos zur Arbeit. Sie haben ein wunderschön eingerichtetes Zuhause und machen Urlaub in exotischen Umgebungen, all das oft finanziert durch Kredite, die sie abzahlen müssen mit Geld, dass sie an langen, harten Arbeitstagen, wohlmöglich mit Überstunden verdienen, manchmal in beständiger Sorge um ihren gut dotierten Arbeitsplatz, während ihr tolles Auto in einer teuren Tiefgarage steht und ihr Haus verlassen ist, bis auf wenige Stunden Schlaf am Tag, weil die "Freizeit" im Fitnessclub oder auf dem Golfplatz verbracht wird.

 

Wenn es trotz harter Arbeit dennoch nicht klappt, sind es die „Bedingungen“, die man selbst kreiert, mit denen man sich also selbst ein Bein stellt.

 

Diese Bedingungen entziehen uns die Grundlage unserer Existenz, wenn wir sagen: „Ich kann nicht ohne Sie/Ihn/Geld/Macht/Einfluss leben.“ Die dahinter liegende Einstellung „Mangel“ verhindert als negative Grundstimmung eine positive Entfaltung.

 

„Ich suche einen Mann der mich liebt“ bedeutet: „Ich liebe mich selbst nicht und brauche dafür einen Ausgleich von Außen“. "Ich will soviel Geld besitzen, dass ich mir alles erlauben kann“, bedeutet: „Ich lebe im Mangel und wertschätze nicht die Dinge, die ich habe und die Lebensumstände, wie sie sind." "Ich habe keine Zeit", bedeutet: "Ich fühle mich getrieben durch äußere Umstände und bin nicht selbst Herr/Frau meiner Entscheidungen."

 

 
Warum und wie funktioniert das Gesetz der Anziehung aber doch?

 

Der Grund liegt darin, dass wir alle miteinander verbunden sind, jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, alle Dinge, alles was geschieht ... alles. Wir sind nur eine Erweiterung der einen großen Existenz. Wir ziehen an, womit wir in Resonanz sind, das Positive und das Negative in gleicher Weise. Das gilt für Beziehungen ebenso, wie für Lebensumstände oder die Gesundheit. Die Schwingung macht's.

 

Wir haben wohl alle schon erlebt, dass die Arbeit bei guter Laune (Schwingung) besser von der Hand geht. Das Nachdenken (Schwingung) über vergangene Versäumnisse oder negative Erlebnisse, verhindert die Resonanz mit Erfolg und Wohlgefühl. Wir fühlen uns schlecht.

 

Alles funktioniert am besten in vollständiger Harmonie mit sich selbst und seinem Umfeld. Das ist senden und empfangen auf der gleichen Frequenz durch Wertschätzung dessen, was ist und Offenheit für die uneingeschränkten Möglichkeiten.

 

Wie unser Leben verläuft, entscheiden wir, indem wir aus der Vielfalt dieser Möglichkeiten auswählen. Es sind nicht die Umstände, die unsere Realität bestimmen, sondern wir sind es selbst, die unsere Umstände kreieren, durch unsere Wahrnehmungsfilter, die durch alte, überkommene und verhärtete Glaubenssätze am Werk sind und eine breitere und offenere Perspektive verhindern und unsere damit verbundene Einstellung oder Erwartungshaltung.

Es beginnt mit den Gedanken. Die Vergangenheit ist die Summe unserer Erfahrungen, sie hat uns dahin gebracht, wo wir sind. Sie ist aber in unserer linearen Denke von Zeit und Raum nicht mehr Ort und Möglichkeit für Korrektur. Es bleibt nur Akzeptanz und Wertschätzung dessen, was jetzt ist. Wir kreieren die Illusion unserer persönlichen Wirklichkeit (wir nennen es Realität) immer nur im Jetzt. Das Jetzt ist der einzige Ort mit der Möglichkeit der Entscheidung, für das, was sich im nächsten "Jetzt" (Zukunft) auswirkt. So funktioniert unser Verstand und so kreieren wir unsere Realität durch unsere "Jetzt"- Gedanken.


Der zweite Aspekt ist Vertrauen. Das was uns hindert, was uns blockiert, was uns aufgeben oder verzweifeln lässt, sind immer nur die Gedanken unseres Egos: Ich bin nicht liebesfähig oder nicht liebenswert, ich bin zu schwach, zu dumm oder ich habe es nicht verdient, ich kann nicht, ich darf nicht, es ist schädlich oder riskant etc., alles negative Gedanken, die wie ein "Seitenwind", der auch zum Sturm werden kann, dazu führen, dass wir die Richtung verlieren.

 

Das Ego ist nützlich und wird gebraucht, um in der physischen Existenz zu überleben, es ist aber geprägt von Glaubenssätzen, die aus der Vergangenheit stammen, ungeprüft auf die Gegenwart angewendet werden und so unsere Kreativität hemmen. Diese "Automatik" gilt es abzuschalten und durch kreative Ideen und bewusstes Entscheiden zu ersetzen. Jedes Jetzt ist neu, mit allen Möglichkeiten und Variationen, aus denen wir auswählen können. Wenn wir Vertrauen haben, fällt das leichter.

Der Mensch hat die Fähigkeit der Imagination. Wir können uns etwas vorstellen, was noch nicht realisiert ist. Dieses Bild (Schwingung) gibt in unseren Gedanken die Richtung vor. Ein Bild von Elend und Entbehrung wird zu Elend und Entbehrung führen, was wohlmöglich noch schlimmer ausfällt, als wir es uns vorgestellt haben. So funktioniert es aber auch umgekehrt.

 

Eine Vision von dem, was wir uns nicht nur materiell sondern auch emotional wünschen, enthält dadurch eine stärkere Energie (Schwingung), als nur ein Bild. Unsere Emotionen sind die Triebkraft für Veränderungen in unserem Leben. Angst und Leid verstärken diese Richtung, so wie Liebe und Freude auch. Wir entscheiden mit unseren Emotionen darüber, wie wir die Gegenwart wahrnehmen und gestalten.

 

Z.B. In einer Notsituation, die im hohen Maße emotional belastet ist, schicken Menschen gern ein Stoßgebet gen Himmel: "Lieber Gott hilf und schicke mir einen Engel!". Die emotionale Not, der Gedanke an einen Rettungswagen oder auch nur an einen hilfreichen Mitmenschen, hier gepaart mit dem religiösen Vertrauen auf Gott und die Offenheit, woher die Rettung kommen mag, bilden zusammen eine Schwingungsfrequenz, die auf Resonanz treffen kann. So geschehen "Wunder", die einfach nur auf dem Gesetz der Anziehung beruhen. "Gott" ist hier Stellvertreter für "Allmacht", und die kann überall sein.

 

Emotionen fallen uns nicht von außen zu, auch wenn wir das glauben. Wir meinen, dass z. B. ein "Verlust" zwangsläufig zu negativen Gefühlen führen muss. Warum? Es fällt uns schwer, ein Ereignis neutral aufzunehmen. Unsere Glaubenssätze bewerten und bestimmen nicht nur unsere Gedanken sondern auch unsere Gefühle, wenn wir diese Automatik erlauben. Eine neutrale Wahrnehmung und Betrachtung von Erlebnissen lässt uns dagegen die Wahl offen, welche Perspektive wir einnehmen wollen. Es ist unsere eigene Wahl, nicht - von wem oder was auch immer - vorbestimmt.

Wenn Gedanken, Imaginationen, und Visionen, ausgedrückt oder ausgesprochen werden, bekommen sie zusätzliche Energie. Die Macht des gesprochenen Wortes, die Kommunikation unserer Vorstellungen, der erste aktive Schritt in die gewünschte Richtung, erhöht so unsere Chancen. Wenn man etwas anziehen möchte, sollte man seinen „Magneten“ in Stellung bringen. Selten gewinnt man im Lotto, ohne ein Los zu kaufen, niemand erreicht einen Berggipfel, ohne den ersten Schritt, und sei es die Buchung eines Hubschrauberfluges. Es hilft, die ausgetretenen Pfade gedanklich zu verlassen.

Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass auch noch andere "Magneten" am Werk sind. Ereignisse werden in "Kooperation" mit anderen kreiert. Jeder trägt die Verantwortung (in Form von Konsequenzen) für seine Entscheidungen, aber alle anderen wirken auch mit ihren Entscheidungen auf das Ganze.

 

Diese Kooperation findet auf Wegen statt, die wir nicht kennen. Telepathie ist etwas, das existiert, ohne dass wir voll verstehen, wie es funktioniert. Soviel steht fest, es sind Schwingungen, die wir aussenden, empfangen und die zusammen mit den vielfältigen anderen Schwinungen unsere Realität bestimmen, obwohl das nicht immer in unser Bewusstsein dringt.

 

So sind unsere Gedanken mit denen von anderen verflochten. Dennoch ist es für jeden einzelnen spannend, die Macht der Gedanken und Emotionen zu erfahren und dadurch Freude an der Kreativität zu erleben.

 

Ich gebe zu, das Gesetz der Anziehung ist komplex. Ein Überdenken oder Umprogrammieren unserer Denk- und Wahrnehmungsmechanismen erfordert Übung. Es beginnt damit, es zu erlauben und wenn einem ein Ergebnis  nicht gefällt, kann man jederzeit neu beginnen und neu entscheiden, aber nur im Hier und Jetzt. Das ist spielerischer Umgang mit dem Gesetz der Anziehung. Es macht mir täglich Freude.

 

Eine kleine Geschichte als Beispiel von heute:

Beim morgendlichen Hundespaziergang in Wald und Feld genieße ich gern eine Zigarette. Üblicherweise treffe ich so früh am Morgen keine Menschenseele und bin ganz bei mir und unseren beiden Hunden. Ich schätze diese „Morgenstunde“ sehr.

 

Beim Griff in die Jackentasche (Gedanke, Vorfreude und erster Schritt) fand ich eine Schachtel mit noch zwei Zigaretten und mein Feuerzeug. Das Feuerzeug versagte, mehrere Versuche brachten keine brauchbare Flamme (Hindernis). Das negative Gefühl von „schade“ (Seitenwind) hielt nicht lange an. Dann vielleicht heute eben nicht (Akzeptanz). Vielleicht treffe ich ja noch jemand mit Feuer (Erlaubnis). So ging ich weiter. Ich gelangte an ein Feld, an dem schon begonnen worden war, einen Koppelzaun zu errichten. Kein Mensch weit und breit, es war Samstag, 7:00 Uhr früh. Ein Transporter näherte sich auf dem Weg und hielt in kurzer Entfernung an. Drei Männer mit Werkzeug stiegen aus, sie wollten wohl ihre Arbeit fortführen. Einer von ihnen rauchte.

 

Ich könnte abwarten oder hingehen und um Feuer bitten  oder auch verzichten (Möglichkeiten).  Ich wartete erstmal ab (Entscheidung), die Hunde waren gerade mit der Inspektion der Baustelle beschäftigt. Es roch wohl interessant.

 

Die Männer kamen auf mich zu, ich hörte sie reden. Es waren Polen, die bei uns in der Gegend auf vielen Höfen gern gesehene Arbeiter sind, aber wenig Deutsch sprechen (Hindernis). Ich war trotzdem sicher (Zuversicht),  ich würde Feuer für meine Zigarette bekommen. Sie grüßten freundlich und ich grüßte zurück. Ich zeigte meine Zigarette und machte mit der Hand die Bewegung des Zündens eines Feuerzeuges (Kommunikation). Selbstverständlich bekam ich mein Feuer, zwei Raucher verstehen sich auch wortlos. ;-)

 

Ich dankte und freute mich über die erfolgreiche Manifestation meines Wunsches. Das Schmunzeln hielt noch eine ganze Weile an und natürlich habe ich es meiner Frau erzählt, die mich vorm weggehen noch gefragt hatte, ob ich ein Feuerzeug dabei habe.

 

Die Geschichte hätte auch anders verlaufen können. Es gibt unzählige Varianten. Ich habe keinen Mangel empfunden, alle Möglichkeiten erlaubt und meine Präferenz zum Ausdruck gebracht. So wurde sie Realität.

 

Das funktioniert nicht immer, es macht mir aber jedes Mal Freude, wenn es wieder geklappt hat, das Gesetz der Anziehung …




 




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Kommentare: 4
  • #1

    Migg Wickli (Dienstag, 23 September 2014 14:37)

    Vielen Dank, ich lese deine Worte sehr gerne!
    Da ich ein sehr optimistischer Mensch bin, kann ich dir zustimmen, ich habe es schon viele Male erlebt.
    Mein Vater sagte immer," es ist Nichts so schlimm dass es nicht etwas Gutes daran hat."

  • #2

    mörli (Sonntag, 05 Oktober 2014 18:11)

    Während der Körper meines geliebten Mannes im Hospiz starb, bin ich auf deine Seite gestoßen. Jetzt sitze ich unter "seinem" Baum im Ruheforst und lese wieder in seele-verstehen. Deine Beiträge bieten mir wirklich Trost und Hoffnung. Danke dafür. Ich bin sicher dass er weiterlebt und dass wir uns wiedersehen. Hoffe, der Schmerz lässt bald ein bisschen nach

  • #3

    Beate Hall (Freitag, 29 Mai 2015 11:53)

    Wenn wir was im Leben tun, fühlt es sich oft so an, als würden wir gegen den Strom schwimmen. Solches Tun ist nicht gut. Wenn wir uns dagegen benehmen, als würden wir stromabwärts paddeln, geht das viel leichter. Um dahin zu kommen müssen wir überlegen, wie wir uns Erleichterung verschaffen, solange bis wir das erwünschte erreicht haben. Dazu müssen wir einfach nur unsere Gedanken ändern und das dann durchziehen, so einfach ist das. Dadurch merken wir selber, dass es uns besser geht, und dadurch wirken wir dann anziehend.

  • #4

    Deutsche Heilerschule (Mittwoch, 29 Juli 2015 09:16)

    Wie kommt es, dass wir auf manche nahezu magnetisch reagieren?
    Wer um die Eigenschaften der Energien weiß, weiß auch, dass sich Energien nicht nur ergänzen, sondern auch anziehen. Ein Mensch dessen Bedürfnis und Wunsch daraus besteht, anderen zu helfen, wird jene anziehen die Hilfe benötigen. Aber gerade diese Menschen laufen stets Gefahr, ein leichtes Opfer derer zu sein, die dieses Hilfsbedürfnis ausnutzen.

    http://portal.deutsche-heilerschule.de/wie-innen-so-aussen-aus-heiterem-himmel/

[scan] www.seele-verstehen.de

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