Bei Problemen, die einen nicht loslassen, drei Schritte um wieder klar zu sehen …

Wer kennt das nicht. Probleme oder auch nur Schwierigkeiten der verschiedensten Art beschäftigen einen so sehr, dass man keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.

 

In der Rückschau kommen wir meist zu dem Ergebnis, dass alle Aufregung und alles Grübeln nicht hilfreich waren, eine Lösung zu finden. Oft kommt diese in einer Art und Weise zustande, an die wir gar nicht gedacht hatten.

 

Wenn also mal wieder so scheint, als ob die Wogen über einem zusammenschlagen, wenn das Gedankenkarussell nicht aufhört, sich zu drehen, wenn es einfach nicht gelingt, wieder Ruhe ins Spiel zu bringen, dann helfen folgende drei Schritte, den Kopf wieder klar zu bekommen und für das sich fürchtende Ego Erleichterung zu bringen.

 

1. Soviel wie möglich in der Gegenwart leben.

Schwierigkeiten haben für uns ihren Ursprung in der Vergangenheit und sie beeinflussen – so fürchten wir - unsere Zukunft. Heute, hier und jetzt gibt es aber mehr, als nur die Schwierigkeiten. Bei allem Nachdenken und sich Sorgen machen haben wir dafür kein Auge und auch sonst unsere Sinne nicht mehr offen.

 

Egal ob es eine angeschlagene Gesundheit, persönlicher Stress mit Mitmenschen, finanzielle Probleme oder sonst etwas ist, im Jetzt gibt es viel zu entdecken, dass schön ist, Spaß macht, für dass wir dankbar sind, was wir wertschätzen können, vorausgesetzt wir richten unsere Aufmerksamkeit darauf.

 

Wenn wir z. B. Schmerzen haben, konzentrieren wir uns oft ausschließlich auf dieses unangenehme körperliche Gefühl und blenden dabei Gefühle von Leichtigkeit, Behaglichkeit und Entspannung, die gleichzeitig anderweitig im Körper gespürt werden könnten, aus.

 

Wenn wir Ärger mit Familienmitgliedern oder Arbeitskollegen haben, sehen wir nicht mehr die Vorzüge dieser Menschen und nicht die schönen Erlebnisse mit ihnen.

 

Wenn der Verlust eines Menschen, der Arbeit, einer lieb gewonnenen Sache oder Betätigung uns quält, fällt es schwer, das Gehabte wertzuschätzen und gleichzeitig die anderen oder dadurch gerade neu entstandenen Möglichkeiten zu sehen und zu nutzen.

 

Wir nehmen das Zusammenspiel von Geräuschen, Eindrücken, Aussichten und Chancen, die auch noch in unserer unmittelbaren Umgebung existieren, nicht mehr wahr. Sie dringen nicht ins Bewusstsein, weil sie die Aufmerksamkeitsschwelle wegen des akuten Schmerzes/Ärgers/Verlustes nicht überwinden.

 

Wenn es gelingt, diese anderen Wahrnehmungen mit einzubeziehen, das „Jetzt“ in seiner gesamten Entfaltung zu erfassen, relativieren sich unsere Probleme, der Druck reduziert sich und es stellt sich eine deutliche Erfrischung und Belebung ein.

 

2. Verweigern, sich Sorgen zu machen.

Hinter Sorgen steckt Angst vor der Zukunft. Diese existiert aber im Jetzt nur als Möglichkeiten. Wer an Murphy’s Gesetz (Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen) glaubt, klammert für sich alle anderen Möglichkeiten aus. Und nicht nur das, durch die stark emotional unterstütze Angst wird diese befürchtete Situation in der ein oder anderen Variante eher angezogen als abgestoßen. Die Vision der Angst, das ganze Schreckensszenario manifestiert sich durch eben diese emotionale Unterstützung, die durch Filterung jede Wahrnehmung auf Negatives reduziert und damit auch negative Ereignisse provoziert. Bekannt ist dieses Phänomen als "die sich selbst erfüllende Prophezeiung“.

 

Die bessere Einstellung ist es also nicht Angst vor Krieg zu haben, sondern den Frieden zu lieben, sich nicht vor schlechter Gesundheit zu fürchten, sondern sich über eine gute Gesundheit zu freuen, nicht eine mögliche Verarmung, sondern die Vielfalt und Üppigkeit von Wohlstand vor Augen zu haben.

 

Die Weigerung, sich Sorgen zu machen, gelingt am besten, wenn man sich sagt, dass man sich ja Morgen oder bei einer anderen Gelegenheit immer noch soviel Sorgen machen kann, wie man möchte und zu beschließen, sich stattdessen für diesen Moment nicht zu sorgen.

 

3. Den besten Ausgang erwarten.

Wenn dann aber doch wieder die Gedanken ein akutes Problem streifen, stellt man sich die bestmögliche Lösung für das Dilemma vor. Es geht dabei nicht um das wann, wie oder warum die ideale Lösung kommen wird, sondern darum, es vor dem geistigen Auge als erledigt zu sehen. Wenn die eigene Vorstellungskraft nicht gerade eine Stärke ist, kann man es auch mit dem Gefühl von Dankbarkeit und Freude, das man empfinden wird, wenn das Problem sich auflöst oder zur vollen Zufriedenheit erledigt ist, versuchen.

 

 

Diese drei Schritte verschaffen Zeit zum Durchatmen und sie helfen, den Druck der Situation zu verringern, was es auch immer sei. Meine Beispiele lassen sich mit etwas Kreativität auch auf alle anderen Schwierigkeiten übertragen. Wenn man dann ruhiger geworden ist, ist man wieder in der Lage, auch andere geeignete Schritte zu erwägen, die sich möglicherweise direkter und konkreter auf eine bestimmte Lösung beziehen.

 

Nach Auszügen aus den Seth Büchern von Jane Roberts:

The Way Toward Health, Session on April 19, 1984

und

The Early Sessions, Book 8 Session 337, page 17,

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Helga F. (Samstag, 31 Oktober 2015 09:15)

    Dieser Eintrag hat mir gerade gut geholfen, ich danke dir lieber Rolf für die Erinnerung.
    Die Schmerzen durch zahnchirugische Eingriffe werden heilen,die Wunden sich schließen.

  • #2

    Melanie (Donnerstag, 05 November 2015 00:08)

    Das ist derzeit mal wieder ganz aktuell für mich. Es fällt mir schwer einfach loszulassen, die Dinge geschehen sowieso -Aber- ich kann ja meckern, mich dagegen stemmen, Streit anfangen oder Mauern bauen. Auf der Welle mitzureiten statt einen Damm zu bauen... zu sehen, wie das ganze dann plötzlich fließt und der Damm, erst mit einzelnen Strahlen und dann mit der Wucht des Wassers, einbricht... das wohl der Goldtopf am Ende des Regenbogens ;)

  • #3

    MM (Freitag, 25 Dezember 2015 11:03)

    Dao: "Und wenn Du eine Halle von Edelsteinen besitzt, so vermagst Du sie nicht zu beschützen"

  • #4

    Manuel (Freitag, 29 April 2016 20:32)

    Ich leide seit langem an Angststörung und dadurch an starker Unsicherheit.
    Das schränkt mich total ein und offen mit Menschen umzugehen, fast unmöglich. Lange habe ich auf Hilfe von Außen gehofft, aber vergeblich:(
    Jetzt habe ich angefangen mich selbst zu heilen, nach dem Motto Frau/Mann ist sich selbst der bessere Arzt. Ich mache fortschritte, fast Täglich. Ich schreibe AKTIV mit und nicht nur das gewohnte PASSIVE mitlesen.
    Für alle die Probleme wie Unsicherheit, Angst, Schüchtern oder ähnliches haben, möchte ich gerne folgendes Buch empfehlen. Ich lese es zum dritten Mal und es hilft mir immer wieder vom Neuen:
    http://www.amazon.de/Meine-ganz-persönliche-Erfahrung-Martinez/dp/149059146X

[scan] www.seele-verstehen.de

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