Meisterschaft durch Kooperation, das ganz praktische Ideal der Zukunft …

Auf den ersten Blick mag das für machen Leser ein Widerspruch sein. Sie denken an einen Wettkampf, in dem ein Gegner überwunden werden muss, um die Meisterschaft, einen Titel, zu erlangen. Besser zu sein als alle anderen, ist das Ziel eines Titeljägers. Es geht ihm um den persönlichen Erfolg, in Bestenlisten, bei Preisträgern, Hitparaden und auch im Geschäftsleben.


Konkurrenz belebt das Geschäft. Es spornt an. Die Überwindung des Gegners ist hier die Übernahme oder Verdrängung. Es wird dabei auch spioniert, manipuliert, geschmiert, gemogelt und betrogen, der Zweck heiligt die Mittel.

 

Meisterschaft im Sport ist oft so verfolgt worden, selbst bei Mannschaftssportarten, bei denen es um das Zusammenspiel eines Teams geht, zählt nur der Sieg über den „gegnerischen“ Verein, bei aller gegebenen Sportlichkeit und Fairness.

 

Ein guter Handwerksmeister sieht dagegen in den Herausforderungen seines Handwerks diesen Gegner. Sein Ziel ist die Vervollkommnung seiner Fertigkeiten. Er selbst ist es, gegen den er kämpft, um besser zu werden und damit sein Ansehen, seine Reputation zu erhöhen. Kooperation existiert in einem Handwerksbetrieb in Form der Zuarbeit der Gesellen und Auszubildenden, auch für den ökonomischen Erfolg des Meisters. Das kann - abhängig von den Führungsqualitäten und persönlichen Zielen des Meisters -  in der Praxis ganz unterschiedlich aussehen. Es gibt aber schon viele schöne Beispiele in Form von Kooperativen nach dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark".

 

„Meisterschaft“ ist der positive Pol der Rolle des Herrschers in den Michael Teachings. Hier geht es nicht um die Person sondern um die Sache. Ein Ziel befördert man am besten, wenn alle an einem Strang ziehen. Das erfordert die verschiedensten Fähigkeiten, deren Entwicklung MICHAEL als Meisterschaft beschreibt, bis sie im alten Seelenalter voll zum tragen kommen können. Die Unterschiedlichkeit jedes Einzelnen, der zum Ziel beitragen kann, wird zum Vorteil, wenn man Stärken erkennt und richtig einsetzt. Ein Herrscher hält die Fäden in der Hand, ohne seine Mitmenschen wie Marionetten zu behandeln. Er fordert sie durch Förderung ihrer Fähigkeiten. Er motiviert durch Transparenz, Lob und Kritik im Hinblick auf die Sache. Das Wohlsein aller Beteiligten ist die Basis für das Gelingen. Es geht immer nur darum, FÜR die Sache zu handeln und nicht GEGEN mögliche Widerstände. Probleme finden ihre Lösung durch das Zusammenspiel aller. Das Wohlsein aller Beteiligten und damit der Gemeinschaft ist die Basis für das Gelingen. Diese Leitlinie ist nicht nur ideal, sondern auch sehr pragmatisch. Zufriedenheit spornt an.

 

Wir leben nun aber in einer von jungen Seelen dominierten Welt. Die Herrscher von heute handeln nach diesem Prinzip: es gibt dich und es gibt mich und ich werde gewinnen. Deshalb ist Konfrontation und Wettbewerb ein Kennzeichen unserer Zeit. Menschen bejubeln und bewundern Gewinner, auch wenn sie selbst dabei verlieren. Man identifiziert sich mit seiner Nation, wenn man sonst nichts hat, um stolz darauf zu sein. Das "nationale Interesse" wird stets bemüht, wenn es darum geht sich Vorteile zu verschaffen, ohne Rücksicht auf damit verbundene "Kollateralschäden". So nennt man das dann.


Aber es verändert sich etwas, ganz langsam. Unzufriedenheit wächst. Sie wendet sich meist gegen das etablierte System als Ganzes. Der Einzelne fühlt sich deshalb ohnmächtig und sucht Unterstützung in den verschiedensten Gruppen, Gemeinschaften und Parteien, typisch für das erwachsene Seelenalter. Es geht noch nichts zusammen, solange ein „Wir-Gefühl“ sich immer nur auf Gleichgesinnte bezieht und die Vision einer besseren Welt von Morgen nur sehr vage existiert.

 

Auch die Religionen könnten Sammelbecken und Initiatoren für Veränderungen sein, wenn sie sich auf diese Veränderungen einstellen würden. Leider sind hier nur wenige Kirchenführer dazu bereit. So sind sie eher die Bremser, wenn nicht sogar die Auslöser von Konflikten. Man fokussiert sich auch hier eher auf das, was trennt und nicht auf das, was verbindet. Kindliche Seelen beharren auf ihren übernommenen, fundamentalistischen Vorstellungen und werden in dieser Verharrung von Fanatikern unterdrückt, verführt und sogar missbraucht.

 

Meine Leser, die mit den Michael Teachings vertraut sind, werden sich jetzt vielleicht fragen, was denn der Einzelne in seinem Alltag beitragen kann: „Ich bin kein Herrscher und vielleicht auch noch keine alte Seele.“

 

Sei selbst die Veränderung, die Du Dir für die Welt wünscht, ist ja ein bekanntes, Mahatma Gandhi zugeschriebenes Zitat

 

Im Modell der Michael Teachings ist die Rolle des Herrschers der Energie 7 zugeordnet. Das gesamte Spektrum der Energien wirkt zusammen. Kooperation verbindet, was Konkurrenz und Konfrontation trennt. Hierarchien entstehen aus Wettbewerb, dabei wird übersehen, dass das Ganze ohne all seine Teile nicht vollständig wäre und damit unvollkommen.

 

Wertschätzung von allem, was ist, bedeutet Wertschätzung des Selbst neben und gleichwertig von allem anderen. Wem es gelingt, seine persönlichen Entscheidungen so zu treffen, dass alle profitieren, kann viel bewegen. Vorbild sein ist ansteckend, auch wenn es noch nicht immer ganz gelingt. Wir können alle unser Bestes geben, das ist genug.

 

Manchmal braucht es anfangs "Inseln". Das kann eine private Initiative, eine Firma, ein Dorf oder auch ein Land sein. Gute Beispiele machen Schule.

 

 

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Der "Überblick" verschafft (hoffentlich) das, was er verspricht. Hier werden kurz die Michael Teachings vorgestellt.

 

Die Systematik der Seele, so wie MICHAEL sie uns vorstellt, ist unter der Überschrift "Matrix" dargestellt.


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