Bewusstseinserweiterung

 

 

Bewusstseinserweiterung fängt bei einem selbst an. Das Selbstbewusstsein, "wer bin ich" - und "was will ich sein", "wie agiere und reagiere ich" und "was prägt mich", bedarf der Selbstreflektion, im ersten Schritt völlig wertfrei und offen. Der Mensch neigt dazu, sein Verhalten dem - scheinbar - gewünschten Verhalten anzupassen. Es ist aber nicht die Mehrheit, die über unsere Werte entscheidet. Nur was man selbst als wertvoll empfindet ist nützlich zu erkunden. Das eigene Selbstwertgefühl prägt das Selbstbewusstsein und nicht umgekehrt.

 

Ein Beispiel:
Das Bedürfnis, andere Menschen "weiter zu bringen" zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Es ist dabei unerheblich, ob sich das auszahlt oder ob der Erfolg meiner Bemühungen anderweitig messbar ist. Ich freue mich über positives Feedback, das ändert aber nichts an meinem Selbstverständnis. Wir alle haben die Wahl und auch wenn meine Entscheidungen andere beeinflussen und etwas bewirken, so ist das doch ihre und nicht meine Entscheidung.

 

Dazu ein übersetztes Seth-Zitat aus:

 

Jane Roberts, The "Unknown" Reality Volume 2 Section 6: Session 743 April 21, 1975:


"In dem Maße, in dem du dich selbst nicht kennst, kennst du deine Welt nicht. In dem Maße, in dem Du Dich selbst nicht kennst, kennst Du Deinen Mann oder Deine Frau oder Deine Mutter und Deinen Vater nicht. In dem Maße, in dem Du Dich selbst nicht kennst, weisst Du nicht, was Gott ist. In dem Maße, in dem Du Dich selbst nicht kennst, weisst Du nicht, was Natur ist.

 

Die unbekannte Realität existiert in dem Maße, in dem Du nicht freudig durch die intimen Länder der Psyche reist, in dem Maße, in dem Du Dein Leben nicht direkt als ursprünglich erlebst, sondern von anderen angebrachte Etiketten akzeptierst. Die unbekannte Realität existiert als Herausforderung, als aufregendes Unterfangen, da sich jeder Einzelne des intimen subjektiven Gefühls bewusst wird. Überlagere die persönlichen täglichen Aspekte Deines Lebens nicht mit vorgefassten Meinungen darüber, wer Du bist, was Du bist, wo Du bist, warum Du bist. Werde Dir der ursprünglichen Natur eines jeden Moments bewusst, wie er für Dich existiert."

 

„Suche nicht nach sauberen Antworten oder aufgeräumten Lösungen, denn Deine Erklärungen und Theorien werden dabei immer zu klein sein. Es gibt immer eine bis zu einem gewissen Grad unbekannte Realität, denn das Wunder Deines Seins funktioniert außerhalb der Art von Erklärungen, die Du so oft zu verlangen scheinst."

"Du kannst wahrgenommene Ereignisse nicht verstehen, wenn Du nicht verstehst, wer sie wahrnimmt. Du musst mehr über die Blickwinkel Deines eigenen Bewusstseins erfahren, bevor Du in der Lage bist, wirklich relevante Fragen über die Realität, die Du wahrnimmst, zu stellen."

 
Ich glaube, die meisten Menschen ignorieren die Möglichkeiten ihres Bewusstseins schlicht aus praktischen Gründen. Man kommt leichter durch das Leben, wenn man nicht alles hinterfragt, sondern einfach akzeptiert, was ist. Das "Weiterdenken" überlässt man gern den "Profis" der Wissenschaften und vertraut darauf, dass deren neue Erkenntnisse - wenn sie sich denn durchgesetzt haben - übernommen werden können, wenn sie nützlich sind. Denken und Fragen stellen strengt an, dazu haben viele keine Lust, auch deshalb, weil sie einem die Freuden des Lebens - auch wenn sie nur aus Routinen bestehen - vergällen. Man raucht, trinkt Alkohol, konsumiert Drogen oder isst auch einfach die Leckereien, die Mutter einem auftischt oder die in guten Restaurants angeboten werden und man schaut Game Shows oder Netflix ohne Ende. Das ist Lebensqualität, meint man.

 

Oft sind es aber nicht nur revolutionäre, neue Erkenntnisse oder Forschungsergebnisse, die das Bewusstsein erweitern, sondern einfach nur die neue Verknüpfung von Alltagswissen, die uns unsere eigene Weltsicht öffnen und das große Bild erweitern. Das ist auch im Alltag nützlich.

 

Wenn wir uns klar darüber werden, aufgrund welcher physischen Einschränkungen wir existieren, wie unser Verhalten gesteuert wird durch die Summe unserer Erfahrungen und daraus abgeleiteten Glaubenssätzen und Überzeugungen, welche Routinen wir benutzen, ohne sie gelegentlich zu hinterfragen, welche persönlichen  Bewertungsmechanismen (Vorurteile) existieren, dann wissen wir mehr über uns und unsere Realität und verstehen nicht nur, wie und warum wir so "ticken", sondern auch wie und warum uns andere Menschen in unserer Umgebung so erscheinen, wie sie uns erscheinen und wie und warum umgekehrt diese uns sehen und charakterisieren, bis hin zu Erkenntnissen über die Menschheit als Ganzes und die Natur als Ganzes.

 

Es ist ein Prozess ohne Ende, man ist nie fertig. Und wir müssen uns über Eines ganz klar sein: Wir können nur unsere eigene Realität ändern. Wir sind dabei eingebettet in ein größeres Ganzes, das wir beeinflussen und das uns beeinflusst.

 

 Das ist unsere Reise und alles andere reist mit.

 

 

 

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