Gelehrter,

lehren und lernen ...

 

 

Diese Rolle wird im Englischen Original von MICHAEL Scholar genannt, Dieses Wort gibt es auch im Deutschen, es ist nur antiquiert und wird heute selten gebraucht. Deshalb nenne ich sie Gelehrter.

 

Wer lehren möchte, muss zuerst lernen, um gelehrt zu sein. Es ist für mich daher die Zusammenfassung von Lehrer, Schüler, Forscher, Wissenschaftler, Professor, Ratgeber, Dokumentar, Chronist, ein Denker eben.

 

Robert nennt sie „Speakers of Knowledge“ Es sind durchaus freundliche Menschen, auch wenn sie nicht so wirken, mit großem Wissen und Wissensdrang und hoher Intelligenz, die daran interessiert sind, das Fortkommen von anderen zu unterstützen.

 

Im MICHAEL System ist der Gelehrte verbunden mit der Energie 4, lehren und lernen. Die Position der Rolle liegt im Schnittpunkt der drei Achsen mit der Bezeichnung Assimilation; sie ist weder ordinal noch kardinal sondern als einzige neutral. Sie liegt in der Mitte an zentraler Stelle und entspricht damit der Akasha Chronik, die die mittlere der sieben Ebenen ist und hat deshalb kein direktes Gegenüber. Sie enthält Teile von allen anderen Rollen.

 

Das bedeutet, ein Gelehrter kann sich an jede Situation anpassen und auf andere Rollen einstellen, indem er sie sich zu eigen macht und er kann bei den Overleaves in jede Position gehen, „sliden“ ,wie MICHAEL es nennt.

 

Die „natürlichen Overleaves“ des Gelehrten sind als Ziel "im Fluss sein" (wird auch Entspannung oder Stillstand oder Zufriedenheit genannt), als Modus ist es die Beobachtung, seine Einstellung ist die des Pragmatikers, das Zentrum ist instinktiv und das Haupthindernis ist der Starrsinn. Auch hier sei wieder erwähnt, dass dieses archetypische Profil so selten in der Wirklichkeit vorkommt, es beschreibt aber insgesamt gut den Charakter dieser Rolle. Die Augen und Ohren offen zu halten, keine großen Ansprüche an den Lebensstil zu haben, im Idealfall praktische Hilfen für das Verständnis der Welt oder auch für den Alltag zu liefern und stur seinen Weg zu gehen und sich auch nicht von ihm abbringen zu lassen, dass sind oft die Charakterzüge eines Gelehrten.

 

Gelehrte wirken manchmal unbeteiligt, was ihrem neutralen Wesen entspricht. Ihre Gefühle, die sie durchaus tief empfinden, verbergen sie gern, bis sie eine Situation für sich selbst durchdacht und eingeordnet haben. Sie sind die Denker und nicht die Menschen der Tat. Sie bemühen sich um Objektivität, betrachten die Dinge aus verschiedenen Perspektiven und sind deshalb als Schlichter oder Richter in gleicher Weise geeignet.

 

Gelehrte interessieren sich für vieles, beobachten gut und was ihre Aufmerksamkeit gewinnt und als interessant empfunden wird, dem gehen sie nach. Wenn es für sie dagegen nicht interessant ist, lassen sie es bedenkenlos "links liegen". Deshalb müssen Gelehrte nicht unbedingt Streber oder besonders gute Schüler sein. Die Lerninhalte eines staatlichen Schulsystems müssen nicht die Lerninhalte sein, für die sich ein Gelehrter interessiert.

 

Sie saugen Informationen auf – Assimilation ist auch Einverleibung - kennen alle Zahlen, Daten und Fakten zu einem Thema und sind in diesem Sinne wie ein Rekorder, der alles ungefiltert festhält.

 

Sie können auch sehr detailverliebt sein, wenn sie erst einmal ihr Steckenpferd gefunden haben. Dabei kann es passieren, dass sie sich in Trivialitäten und Nebenwegen verlieren, in ihren Ausschweifungen das Ziel und die eigentliche Aufgabe aus den Augen verlieren oder sich in verschrobene, nicht mehr realistische Annahmen und Theorien so verstricken, dass sie dann auch nicht mehr ernst genommen werden.

 

Ein Gelehrter ist auf der negativen Seite auch manchmal ein Stubenhocker, dem die Bücher reichen, um seine Theorien aufzustellen, die er nicht unbedingt selbst in der Praxis überprüfen muss.

 

Rechtsgelehrte, die alle Paragraphen kennen und alle Urteile dazu, die ein wandelndes juristisches Lexikon sind, können als Richter versagen, weil sie die Wirklichkeit hinter ihren Büchern nie gesehen haben.

 

Gelehrte haben meist ein Notizbuch dabei, weil sie gern ihre Gedanken für alle Zeiten festhalten und dokumentieren möchten. Sie sind schon mal vergesslich und es darf nichts verloren gehen. So können sich in einem Gelehrtenleben Schränke voll von Notizbüchern, Faltordnern mit Dokumenten, Sammelmappen mit Zeitungsausschnitten und viele Körbchen oder Boxen mit unsortierten ( aber immens wichtigen) Unterlagen ansammeln. Ihr Wissen haben sie so immer parat und sie sind gern bereit, damit anderen zu helfen.

 

Wenn Ihnen einmal eine Information fehlt, die von ihnen erwartet wird, tun sie sich sehr schwer, das zuzugeben. Das hängt auch von ihren Overleaves ab. Sie weichen dann in Spekulationen aus: "Es könnte sich so und so verhalten …", oder sie stellen Hypothesen auf, die ungeprüft sind, nur um ihre Lücken zu verdecken.

 

Gelehrte lieben Bücher, sie lesen sie und sie schreiben sie, ihr Leben findet im Hörsaal, im Klassenzimmer und in der Bücherstube statt. Dahin ziehen sie sich am liebsten von der Welt zurück. Bücher sind ihr größter Schatz und sie können sich von nicht einem einzigen trennen, sie könnten es noch einmal brauchen und es gilt wieder: Es darf nichts verloren gehen. In der Umgebung eines Gelehrten wird man deshalb immer Bücher oder Zeitschriften oder Kataloge finden und meistens ist es ein ganzer Stapel davon.

 

Egal in welcher Position, als Lehrer, Schüler, Professor, Student, Bibliothekar, Verleger, Publizist oder Autor, der Gelehrte hat immer irgendwie mit Büchern zu tun. Als Wissenschaftler, Historiker, Chronist, Forscher kann er auch schon mal mit einem Gestalter verwechselt werden, der ja auch allem auf den Grund gehen und nachforschen muss.

 

Der Wissensdurst lässt den Gelehrten auch Grenzen überschreiten, wenn es denn seiner Aufklärung nur dient. So wird er sich nicht scheuen, Bücher zu stehlen, wenn er ihrer sonst nicht habhaft werden kann oder er vergisst Frau und Kind und Freunde über seiner Arbeit.

 

Wenn Gelehrte Freizeit haben, die sie eigentlich kaum kennen, dann spielen sie gern Strategiespiele, Puzzles, Frage und Antwortspiele oder Wissensspiele, wie: „Wer wird Millionär“, oder sie lösen Mysterien in Computerspielen. Hier können sie mit den Kämpfern, die ja auch gern strategisch denken, verwechselt werden. Der Kämpfer sucht allerdings die Herausforderung des Wettkampfs und beim Gelehrten ist es mehr die Freude, Wissen zu haben und hinter die Geheimnisse zu kommen.

 

Wissen und Weisheit verbindet den Gelehrten auch mit dem Verkünder, der aber gerade anders, als der Gelehrte, der schreibt und introvertiert ist, sein gesprochenes Wort als Ausdrucksmedium braucht und sich ausgesprochen extrovertiert verhält. Während der Verkünder beliebt ist und jederzeit Massen begeistern und unterhalten kann, ist der Gelehrte eher schüchtern und zurückhaltend. Er liebt den möglichen "Rummel" um seine Person nicht, wie auch der Gestalter. Er wird als Langweiler, Fachidiot, Sonderling, Streber, Außenseiter oder sogar Freak bezeichnet, wenn er sich zu sehr in seine Studien vergräbt.

 

Äußerlich kann man bei Gelehrten eine markante Stirn beobachten und einen eher abwesend erscheinenden Blick. Ihr Gesicht ist nicht besonders ausdrucksvoll mit eher schmalem Mund, der meist geschlossen ist und selten lacht.

 

Ihr Humor, soweit vorhanden, ist im positiven Pol eher trocken, aber pointiert und auf der negativen Seite schon mal banal. Ein Gelehrter, der um seine Schwäche weiß, aber gern mal einen Witz zum besten geben möchte hat dann Ausschnitte einer Witzseite der Tageszeitung in der Hosentasche, um sie zitieren zu können.

 

Pole:

Im positiven Pol steht für den Gelehrten das Wissen, das ihn zum Experten macht, zu einer Autorität auf seinem Gebiet, zum Kenner der Materie.

 

Handelt er im negativen Pol, bleibt er in der Theorie, in Hypothesen hängen, die nur ihn interessieren und er verliert sich in praktisch wertlosen Abhandlungen, die nie die Wirklichkeit gesehen haben und deshalb dort auch nicht von Bedeutung sind. Der Elfenbeinturm in die man solche Art von Gelehrten stellt ist das Symbol dafür.

 

Seelenentwicklung:

Als neugeborene und kindliche Seele beschäftigen sich Gelehrte gern mit traditionellem und heute überholtem Denken, wie z. B. die Kreationisten, die in der Bibel die wahre Entstehungsgeschichte des Universums abgebildet sehen.

 

Junge Seelen suchen vielleicht hier nicht, wie die anderen Rollen, den Erfolg und den Ruhm, es fällt ihnen jedoch gelegentlich einfach zu, wie dem römischen Kaiser Claudius.

 

Als reife Seele wenden sich Gelehrte dann eher philosophischen, altruistischen oder musischen Themen zu, wie z. B. William Shakespeare, Alexander von Humboldt, oder Federico Fellini. 

 

Die alte Seele denkt dann nur noch an Selbstverwirklichung und Perfektionierung ihrer Stärken, der Beobachtung von allem was ist und dem Verständnis für die Welt in all ihren Facetten, wie z. B. Kaiser Marc Aurel oder Leonardo da Vinci oder Immanuel Kant.

 

 

[scan] www.seele-verstehen.de

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Der "Überblick" verschafft (hoffentlich) das, was er verspricht. Hier werden kurz die Michael Teachings vorgestellt.

 

Die Systematik der Seele, so wie MICHAEL sie uns vorstellt, ist unter der Überschrift "Matrix" dargestellt.


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