Gestalter,

einfallsreich und kreativ sein ...

 

 

Seelen mit der Rolle des Gestalters haben ein natürliches Talent für Kreativität und Erfindungsgeist in jeder Form. Sie sind ideenreich, manchmal sogar genial und gleichzeitig ausdrucksstark in Form, Farbe und Funktion.

 

Sie legen Wert auf Stil und Kultur, das ist aber nie der so genannte Mainstream und sie werden deshalb oft als exzentrisch empfunden.. Nicht in ausgetretenen Pfaden zu gehen, immer wieder Neues und Originelles mit ihren Händen zu schaffen, Dinge zu verändern, um sie schöner, praktischer und nützlicher zu machen, spontan aus dem „Nichts“ etwas zu erschaffen, das ist ihre Welt. Ein Gestalter nimmt z B. ein Stück Holz und sieht darin schon die Form einer Skulptur oder eines Werkzeugs und hat im Nu daraus eine Heiligenfigur geschnitzt oder einen Löffel hergestellt. Oder er hat die Vorstellung von einem Garten und er gräbt um, nivelliert, baut auf, pflanzt und ordnet an bis sein Bild Wirklichkeit geworden ist, das er schon im Urzustand gesehen hat. In jedem Fall sucht und erkennt er Strukturen und benutzt sie für seinen gestalterischen Prozess.

 

Bei MICHAEL heißt diese Rolle Artisan, was Kunsthandwerker bedeutet. Robert nennt sie „Watchers of the Spirit“, also Wächter des Geistes. Das bezieht sich auf den Aspekt dieser Rolle, dass Handwerker schon immer darauf bedacht waren, ihr Wissen an die nächste Generation – an die Lehrlinge - weiterzugeben. „Die Quelle“ von Varda Hasselmann nennt diese Rolle „Künstler“. Wenn „Kunst“ gleich „Können“ ist, versteht man diesen Begriff richtig. Gestalter sind Könner in ihrer Arbeit und in ihren Gedanken.

 

Zusammen mit dem Verkünder liegt der Gestalter auf der Expressionsachse des Michael Systems, es geht ihnen also beiden um die Notwendigkeit, sich auszudrücken. Aber während der Verkünder als kardinaler Typ, die Massen mit seinen Weisheiten „beglücken“ und unterhalten möchte, will der Gestalter, weil ordinal, sein Werk in seiner Einzigartigkeit präsentieren und sich ganz persönlich ausdrücken. Diese Konzentration auf das Außen führt dazu, dass Gestalter oft wenig über ihr Selbst und ihr Innenleben wissen. Dadurch wird es manchmal schwer, die Rolle im positiven Pol zu leben.

 

Äußerlich erkennt man Gestalter an ihren etwas herzförmigen, fast kindlichen Gesichtszügen. Dadurch werden sie als hübsch oder gar schön wahrgenommen und sind Sympathieträger, wie Z. B. Marilyn Monroe. Die Augen können weich und verträumt sein oder vollständige Faszination ausstrahlen (wie bei einem Baby) oder auch Ausdruck komplexer, anstrengender Denkprozesse sein, wie z. B. bei Albert Einstein.

 

Der Gestalter ist Repräsentant der Energie 2, gestalten und erfinden. Wenn man sich die Overleaves mit der Energie 2 anschaut, findet man als Ziel Ablehnung, den Modus Vorsicht, die Einstellung ist Skeptiker, das Zentrum ist Intellektuell und Haupthindernis ist Selbstsabotage. Zusammen ergibt das den Archetyp des Gestalters. Auch hier sei wieder erwähnt, dass dieses Gesamtbild selten so zu finden ist. Aber hinter Ablehnung steht der Wunsch nach Originalität und Individualität, der Skeptiker glaubt nichts, was er nicht begreifen kann, und Selbstsabotage hat ihre Ursache in der Angst, die Kontrolle zu verlieren und das Leben nicht mehr meistern zu können. Alles das sind Phänomene, die besonders bei künstlerisch und kreativ tätigen Menschen häufig anzutreffen sind.

 

Michael schreibt dieser Rolle als einziger fünf Eingangskanäle für die Verarbeitung von Wahrnehmungen zu (der Verkünder hat 3 Kanäle, Helfer und Priester haben zwei und die anderen Rollen jeweils nur einen). Ein Gestalter braucht das Chaos, als Nährboden für seine Kreativität und sie werden deshalb schon mal von ihrer Umgebung als zerstreut oder leicht weggetreten wahrgenommen. „Nur ein wirkliches Genie beherrscht das Chaos“ sagt ein Sprichwort, das hier gut passt. Der so genannte „zerstreute Professor“ muss deshalb nicht unbedingt Gelehrter sein, es kann sich durchaus auch um einen Gestalter handeln.

 

Gestalter sind vielseitig. Man findet sie in vielen Berufen. Es können Künstler, Erfinder, Musiker, Designer, Schauspieler, Roman- oder auch Poesieautoren, Ärzte, Architekten sein, aber auch technische Zeichner, Maschinisten, Monteure, Mechaniker, Techniker, Elektriker, Klempner, Tischler, Schneider, Maurer oder Bauern. Wenn sie ihre kreative Ader nicht im Beruf ausleben können, werden sie es in ihrem Hobby tun. Begnadete Heimwerker, Hobbymaler, Laienspieler und begeisterte Autobastler (Oldtimer) sind oft Gestalter. Sie lieben ihre Werkzeuge, die für sie verlängerte Hände sind. Manchmal geht das soweit, dass sie nicht in einem Baumarkt sein können, ohne ein neues Werkzeug zu kaufen, auch wenn sie es im Moment gar nicht brauchen. Oder sie sind stolz auf ihre Sammlung von verschiedenen Pinseln und Farben, Paletten, Tiegeln und Töpfchen, die sie alle unbedingt brauchen, um ihrem Hobby „ernsthaft“ nachgehen zu können.

 

Gestalter sind neugierig. Sie müssen alles ergründen, geben sich mit oberflächlichen Erklärungen nicht zufrieden und fragen ständig weiter nach dem wie, was, warum und wieso. Sie sehen die Welt in all ihren Teilen und Strukturen, wie sie zusammen gehören und zusammen arbeiten und begreifen das Leben und das ganze Universum als eine Maschine, in die man nicht nur eingreifen kann sondern eingreifen muss, um es besser und schöner zu machen. Viele Physiker sind Gestalter. Sie ergründen die Grenzen der Physik bis ins kleinste subatomare Teilchen, um es buchstäblich zu begreifen und sie würden nichts lieber tun, als daraus neue Universen zu schaffen.

 

Gestalter sind schüchtern. Sie wollen meist keine Aufmerksamkeit für sich, sondern nur für ihr Werk. Viele berühmte Künstler, (z. B. van Gogh), haben zu Lebzeiten nichts verkauft, sie waren nicht in der Lage persönliches Marketing zu betreiben. Sie möchten nie über sich selbst sprechen, es ist ihnen eher peinlich. Mit Kritik an ihrer Arbeit können sie umgehen, sie nehmen es nicht persönlich, es sei denn, sie haben Selbstmissbilligung als Haupthindernis gewählt, und empfinden Feedback daher als Chance zur Verbesserung. Bei Vernissagen und Ausstellungen hält sich ein Künstler gern im Hintergrund und er freut sich, wenn er abseits stehend hört, dass seine Werke gelobt werden, ist aber nicht auf Anerkennung seiner Person angewiesen. Damit steht er im klaren Gegensatz zum Verkünder, der sein Publikum braucht und den Applaus als „Nahrung“ für seine Seele aufsaugt.

 

Gestalter lieben ihre Projekte, die sie gern allein voranbringen wollen. Sie sind nicht die besten Teamarbeiter. Ein neues Projekt lässt sie aufblühen und sie fühlen sich wohl und gesund und scheuen keine Mühen. Ein geregelter Arbeitstag, wohlmöglich gefüllt mit Routineaufgaben ist für einen Gestalter unerträglich langweilig. Aber auch ein gelangweilter, frustrierter oder blockierter Gestalter wird einen Weg finden, kreativ zu sein und wenn er sich eine interessante Krankheit „ausdenkt“ und Symptome entwickelt, die den Ärzten völlig neu und unbekannt sind.

 

Die Pole:

Auf der positiven Seite steht der Gestalter, wenn sein Schaffensprozess, durch genialen Ideenreichtum und Ernsthaftigkeit für seine Umgebung lehrreich und wertvoll ist. MICHAEL erklärt, dass praktisch alle Errungenschaften der Menschheit, alle technischen und physikalischen Entdeckungen und alle künstlerischen Meisterwerke die Arbeit von Gestaltern waren und sind.

Die falsche Persönlichkeit lebt er, wenn er sich ohne Bodenhaftung in eine Welt der Phantasie flüchtet. Das ist dann eine Form von Täuschung oder auch Selbsttäuschung. Er glaubt dann wirklich, dass alles, was er tut, sei es noch so verrückt oder komisch, wichtig und wertvoll ist nur weil es neu und anders ist. Ein Gestalter im negativen Pol nimmt es auch schon mal mit der Wahrheit nicht so genau. Für ihn ist es seine Wahrheit und er empfindet so kein Unrechtsbewusstsein.

 

In der Entwicklung der Gestalterseele über die Seelenaltersstufen hinweg werden zuerst Fertigkeiten erworben, die sich schnell verbessern und schon im zweiten Seelenalter (weil Energie 2) manifestiert sich das handwerkliche Geschick und das „gute Auge“ für positive Gestaltungsmöglichkeiten. Wie bei allen anderen Rollen auch, wird die junge Gestalterseele nach weltlichem Erfolg, Ruhm und Reichtum streben und oft ein für sie eigentlich untypisches öffentliches Leben führen. Das kann zu Lebenskrisen führen, die wir oft bei berühmten Künstlern erleben, die sich irgendwie nicht richtig fühlen und mit dem persönlichen Erfolg und der persönlichen Anerkennung und Verehrung nicht umgehen können, und dann eher künstlich wirken, wie z. B. die Sängerin Cher. Als reife Seele geht es dann wieder um ernsthafte und sinnvolle Arbeit. Sie können dann Bohemien oder Erfinder oder Avantgarde sein und sind oft ihrer Zeit voraus. Beispiele sind hier Mozart, Michelangelo, Michael Jackson und Vincent van Gogh. Alte Gestalterseelen suchen dann ihren eigen Weg der Kreativität zu leben und sich zu perfektionieren. Ihre Werke sind oft spirituell oder philosophisch geprägt, wie z. B. bei C. G. Jung.

 

 

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Die Systematik der Seele, so wie MICHAEL sie uns vorstellt, ist unter der Überschrift "Matrix" dargestellt.


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