Balance,

ein Entwicklungsziel der alten Seele ...

Was ist Balance?

Es ist ein Gleichgewicht, Ausgewogenheit, Neutralität.

Was bedeutet es, in der Balance zu sein? „Jemand ruht in sich selbst“, sagt man und empfindet diesen Menschen als ausgeglichen, ohne sprunghaftes Verhalten, unaufgeregt, gelassen und nicht hin und her gerissen zwischen den „man sollte“ und den „man sollte besser nicht“ Anforderungen des täglichen Lebens. Er steht mit beiden Beinen im Leben und erscheint uns als Fels in der Brandung.

 

Balance ist ein Ruhezustand, zum Leben gehört jedoch Bewegung. Das Auf und Ab, das Hin und Her, beinhaltet die Lektionen des Lebens. Niemand der lebt, ist dauerhaft in Balance. Was ist also gemeint mit Balance als positive Eigenschaft?

 

Für MICHAEL ist der „balanced man“ – also der ausgewogene Mensch – zwar nicht das absolute Ideal, das es anzustreben gilt, jedoch ein wichtiger Schritt in der spirituellen Entwicklung. Es sind jedoch erst die Lektionen der alten Seele, die dahin führen.

 

Ausgewogenheit bezieht sich vor allem auf das Zentrum. Unsere bevorzugte Handlungsweise ist entweder intellektuell, emotional oder physisch, bzw. motorisch. Die Seele wählt sich für ein Leben eines dieser Zentren als dominantes Verhaltensmuster und dazu ein zweites als sekundären Teil. Es geht darum, hiermit Erfahrungen zu machen.

 

Die alte Seele, die schon auf viele Erfahrungen aufgrund ihrer vielen Inkarnationen zurückgreifen kann, erkennt, dass man eigentlich auf keines der Zentren verzichten kann, dass für ein situativ angemessenes Verhalten, ein Repertoire aller Zentren erforderlich ist. Panikreaktionen, voreiliges Handeln, unüberlegtes oder angstmotiviertes Tun aber auch rein logisches und nicht auch emotional gesteuertes Handeln führen zu karmischen Verwicklungen, die eine alte Seele nicht mehr „braucht“ und will.

 

Mit den Einstellungen und Modi verhält es sich genauso. Alle Varianten haben ihre Berechtigung, wenn sie im positiven Pol gelebt werden. Je größer das Repertoire, desto variabler und angemessenen kann unser Verhalten sein. Es geht also nicht um Balance im Sinne von "in Ruhe", sondern um Ausgewogenheit im Sinne von  Ausbalanciertheit.

 

In der Entwicklung der alten Seele geht es darum, sich von den „selbstgewählten“ Prägungen zu lösen und sein Verhalten im Vertrauen auf den Lebensplan zu gründen. Es geht nicht mehr nur um das „Ausleben“ der eigenen Matrix, bzw. des Profils, wie bei der erwachsenen Seele, sondern um Integration, Anwendung und Umsetzung des in vielen früheren Leben Gelernten. Alte Seelen neigen zum so genannten "Sliden", d. h. sie sind zunehmend in der Lage, ihr Verhalten situativ anzupassen. In der Matrix verschieben sich die Merkmale auf ihrer Achse oder sie "wandern" in den neutralen Schnittpunkt. Alten Seelen gelingt das, weil sie die Erfahrungen von vielen Leben und allen vorherigen Seelenaltersstufen integriert haben.

 

Erwachsene Seelen lernen zunächst, sich und andere in ihrem Profil zu erkennen - man nennt das Selbstfindung - und entwickeln so Verständnis für sich und die anderen. Ihre Lektionen befassen sich mit dem Miteinander in der gesamten Unterschiedlichkeit und der Akzeptanz dieser Individualität. Sie brauchen die vielen - meist selbsterzeugten - Dramen, um letztlich durch diese Erfahrung zu erkennen, dass Dramen nur Leid erzeugen. Man kann diesen Erkenntnisweg nicht abkürzen oder überspringen.

 

Alte Seelen haben einen weiteren Fokus. Hier geht es über Individualität hinaus, es geht um die Akzeptanz von allem, was ist. Dazu gehört insbesondere die Erkenntnis, dass anders sein, anders glauben, anders wollen, anders leben nur eine Betrachtung aus einer anderen Perspektive ist. Es ist nicht besser und nicht schlechter, nicht falsch oder richtig, sondern nur anders. Die Dualität findet ihre Akzeptanz in der Neutralität, dass alles nur Varianten des Einen sind.

 

Es ist keine Position der Gleichgültigkeit, ohne Anteilnahme oder Betroffenheit, sondern eine Position der Akzeptanz des in gleicher Weise gültigen, die Toleranz und Verständnis beinhaltet, jedoch nicht Einverständnis erfordert.

 

Was bedeutet das konkret?

 

In vielen Situationen sind wir vielleicht überrascht oder auch geschockt, weil etwas Unerwartetes geschieht. Wir fühlen uns vielleicht angegriffen, dadurch das jemand unser Verhalten kritisiert oder weil unser Weltbild in Frage gestellt wird. Es geschehen Dinge, die uns nicht gefallen und die wir gern ändern möchten. Unsere Aufmerksamkeit wird von vielen dieser Ereignisse und Situationen geweckt.

 

Die alte Seele erkennt: Alle Dinge und Ereignisse, die uns auf unserem Lebensweg begegnen sind da und sind geschehen, weil es das Zusammenspiel aller Kräfte des Universums es so ergeben hat. Es ist nicht ein von außen - wohlmöglich von einer "höheren Macht" - bestimmtes Schicksal, sondern das Ergebnis der Vielfalt im Universum. Jede einzelne Seele ist an dieser Vielfalt - gerade auch in der Inkarnation - durch seine Entscheidungen beteiligt.

 

Akzeptanz dieses „Ist“, ist die Grundvoraussetzung des weiteren Handelns. Kein Widerstand, keine Vorbehalte und keine Ablehnung ändern etwas daran, dass das was ist, JETZT so ist. Einflussnahme ist nur in der Zukunft möglich, die allerdings sofort dem JETZT folgt und dann wieder JETZT ist.

 

Jede Angst, jede Aufregung, jedes negative Gefühl der Unzufriedenheit, des Unwohlseins oder der Unbequemlichkeit und jede negative Bewertung des Ist blockiert uns, das zu tun, was notwendig ist, damit wir mit uns, mit unserer Essenz, im Reinen sind. Wir sind alle ein Teil des Ganzen und beeinflussen (oder auch kreieren) so unsere Gegenwart und damit unsere Realität. Anhaftung an der Vergangenheit und Angst vor der Zukunft hindern uns, im JETZT zu leben.

 

Auch unsere Probleme kreieren wir selbst, wenn wir uns außerstande sehen, das „Ist“ zu akzeptieren. Es gibt keine Probleme, es sei denn, wir machen Situationen dazu. Oft liegt es daran, dass wir uns nicht entscheiden können, was zu tun ist. Das „Nichtentscheiden“ hält das Problem am Leben. Wir schaden uns damit nur selbst und begründen Selbstkarma.

 

Es gibt keine Patentrezepte, das haben uns viele Leben gelehrt. Erfahrungen sind einerseits wertvoll, andererseits ist jede Situation anders. Das Zulassen von Gefühlen, die Berücksichtigung unseres Verstandes und die Erlaubnis auch die Stimme unserer Intuition zu hören, bevor wir handeln, bringt uns ins Einvernehmen mit unserer Essenz. Das geht schnell, es reichen Sekundenbruchteile, wenn wir darauf vertrauen, dass die Seele ihren Lebensplan leben möchte.

 

Jeder Zweifel daran, jeder Widerstand, jedes Zögern hat ihre Ursache in unserem Ego. Auch die alte Seele ist nicht frei von Ego, sie ist aber bei fortschreitender Entwicklung immer besser in der Lage, den Einfluss vom Ego auf Entscheidungen zu reduzieren.

 

Der ausgewogene Mensch, der nicht gegen „Missstände“ opponiert, sondern sie verändert, der nicht leidet, sondern versteht, der nicht mit seinem „Schicksal“ hadert, sondern das „IST“ akzeptiert, der keine Schuldigen sucht und verfolgt, sondern vergibt und selbst die Verantwortung übernimmt, der sein Leben nicht fremd bestimmen lässt, sondern aktiv sein Leben gestaltet, so wie es für ihn richtig ist, der befindet sich im Einklang mit seiner Seele und damit auch im Einklang mit dem Universum und mit „Allem, was Ist“.

 

 

[scan] www.seele-verstehen.de

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